
Daten zur Geschichte der Musikbibliothek

1902
Gründung der "ersten musikalischen Volksbibliothek" durch den Münchner Musikschriftsteller Paul Marsop auf der Basis seiner Privatsammlung.
1905
Eröffnung der musikalischen Volksbibliothek mit einem Anfangs-Bestand von ca. 2000 Büchern und Noten.
1907
Marsop macht die musikalische Volksbibliothek dem Münchner Magistrat zum Geschenk.
1924
Neuorganisation der Bibliothek durch Stadtbibliotheksdirektor Hans Ludwig Held. Einstellung von musikalischem Fachpersonal. Zielgruppe sind ab jetzt nicht mehr nur musikalische Laien, sondern auch Musikwissenschaftler und Berufsmusiker.
1926
Organisatorische Eingliederung der Musikbibliothek in das städtische Büchereiwesen.
1929
Bezug der Räume am Salvatorplatz. Bestand: 28000 Bände.
1931
Umbenennung in "Städtische Musikbücherei München".
1933
Bestand: 50000 Bände. Ankauf des Volksliedarchivs König.
1935
Eröffnung eines schalldichten und mit einem Konzertflügel ausgestatteten Musikzimmers.
1936
Bibliotheksmitarbeiter retten Noten verfemter Komponisten vor der Zerstörung durch die Nationalsozialisten.
1937
Eröffnung des Schallplattenarchivs samt schalldichten Vorführraums mit Abspielgerät.
Wegen der großen Nachfrage Eröffnung eines zweiten Spielzimmers.
1944
Bei einem Bombenangriff werden 10% des Bestands an Büchern und Noten, 1500 Schallplatten sowie die 2 Flügel unwiederbringlich zerstört.
1949
Gliederung in eine Ausleihabteilung und eine Präsenzbibliothek mit wissenschaftlichem Auftrag.
1955
Einrichtung eines Magnetophonstudios.
1961
Der Bibliotheksbestand wird auch inhaltlich erweitert: Jazz, Schlager, Pop- und Rockmusik sind ab jetzt mit Schallplatten, Büchern und Noten vertreten.
1969
Schließung der Spielzimmer wegen Raumnot. Umwandlung in Magazinräume.
1974
Die Konzertreihe "6-Uhr-Konzerte" wird ins Leben gerufen.
1978
Einrichtung eines "audiovisuellen Zentrums". Beginn der Ausleihe von Musikkassetten.
1984
Umzug in das Kulturzentrum Am Gasteig, seitdem Fachabteilung der hier neu angesiedelten Zentralbibliothek. Es gibt einen Vorführraum für AV-Medien (Video-Projektion), Einzelhörplätze und Video- und Hörkabinen.
1987
Beginn der Ausleihen von Videofilmen und CDs.
1992 - 1996
In der Konzertreihe "Musik, die nicht jeder kennt" werden unbekannte Werke aus dem Bestand der Musikbibliothek zur Aufführung gebracht.
1994
Einführung der EDV-Katalogisierung. Möglichkeit der speziellen Computerrecherche von Kunden der Musikbibliothek: Bereitstellung von OPACs mit besonderer Benutzeroberfläche.
2001
Beginn der Ausleihe von DVDs.
2003
Die Stadtbibliothek geht online:
Recherche von Zuhause aus möglich.
2005
Die Musikbibliothek feiert ihr 100jähriges Jubiläum.
2006
Einführung
der Selbstverbuchung mit RFID in der gesamten Münchner
Stadtbibliothek.
2007
Umbau
in der Musikbibliothek: Der AV-Bereich wird umgebaut und mit neuen
technischen Geräten ausgestattet.
2009
Die
Kinderecke wird eingerichtet. Alle Noten für Kinder (alle
Instrumente, Stilrichtungen, Besetzungen, Instrumentalschulen,
Kindermusicals) stehen jetzt an eine Stelle.
Literatur:
Meier, Berthold: Öffentliche Musikbibliotheken in Deutschland. Karlsruhe, 1998
Schläfke, Angelika: Die Geschichte der Musikbibliothek der Münchner Städtischen Bibliotheken unter besonderer Berücksichtigung der Rolle Paul Marsops. Wasserburg, 1993
Schöbach, Peter: Zur Geschichte der Münchner Städtischen Musikbibliothek - von der Gründung bis zur Gegenwart. - In: Forum Musikbibliothek, 1-1990
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