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Die Geschichte
Christoph Otto Müller im Stil der Zeit...


1931
Der städtische Verwaltungsinspektor Christoph Otto Müller legt durch Vermittlung mehrerer größerer Schenkungen von philatelistischer Literatur (u.a. Sammlung Zinkgraf) den Grundstein für die Sammlung.

1934
Müller wird in die Volksbibliothek Rosental versetzt und kann sich dem Aufbau des philatelistischen Bestands widmen.

1939
Veröffentlichung des ersten gedruckten Bestandskatalogs, immerhin 192 Seiten

1940
Der Bestand ist auf 5.000 Einheiten angewachsen. Während des Krieges ist er nach Traunstein ausgelagert und übersteht so unbeschadet den Bombenhagel.

1950
Der Platz im Rathaus wird zu eng, und die Bibliothek zieht in die Possartstr. 15, wo Müller 1953 erstmals eine Schreibkraft als zusätzliche Hilfe zugeordnet bekommt. So kann er mit der Zusammenstellung der Literaturnachrichten für die "Bundesstelle philatelistischer Literatur des Bundes Deutscher Philatelisten" beginnen.

1955
Das von Müller "Haus der Philatelie" titulierte Gebäude in der Possartstraße muss geräumt werden, es geht zurück in sehr enge Räumlichkeiten im Rathaus.

1958
Christoph Otto Müller geht nach einigen Querelen mit der Stadtverwaltung vorzeitig in Ruhestand. Walter Merkle übernimmt für die nächsten elf Jahre die Leitung. Der Nicht-Philatelist befasst sich intensiv mit der inhaltlichen Erschließung der Sammlung, dafür kommt der Bestandaufbau zu kurz und der Kontakt zum Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) geht weitgehend verloren.

1964
Im Dezember Umzug in die Sparkassenstrasse 5, wo ein kleines Büro und
20 m² Leseraum zur Verfügung stehen. 1966 erscheint der erste Katalog "Deutschland und Gebiete".

1969
Mit Otto Gleixner übernimmt wieder ein Philatelist die Leitung der Bibliothek.

1975
Veröffentlichung der zweiten Auflage des Deutschland-Katalogs und der ersten des Übersee- Katalogs

1976
Verdrängt vom Wohnungsamt, muss die Bibliothek ein weiteres Mal umziehen - in die Pestalozzi-Straße beim Sendlinger Tor.

1978
Der Bund Deutscher Philatelisten übernimmt die Kosten für eine Stelle für die Fernleihe.

1983
Die DBZ druckt eine Neuauflage des Bestandskatalogs.

1985
Einzug mit der Zentralbibliothek in das neue Kulturzentrum Am Gasteig. Ein eigener Lesesaal mit zwölf Arbeitsplätzen und wesentlich erweiterte Öffnungszeiten garantieren nun einen optimalen Service für die Benutzer vor Ort. Wegen des Schichtbetriebs und der Integration in das neue EDV-System wird das Personal auf vier MitarbeiterInnen aufgestockt.

1990
Veröffentlichung des 2.Teils des Bestandskatalogs durch die DBZ

1995
Neuer Vertrag mit dem Bund Deutscher Philatelisten, der für die Fortführung der Direktfernleihe jährlich einen Pauschalbetrag zahlt.

1997
Mit Robert Binner als neuem Leiter bleibt die Bibliothek in philatelistischen Händen.

2003
Der Gesamtbestand der Philatelistischen Bibliothek ist nun über einen Web-OPAC recherchierbar.

Literatur: Otto Gleixner: Entstehung und Entwicklung der Philatelistischen Bibliothek München, München 1997