Annemarie Schwarzenbach Quelle: Münchner Stadtbibliothek/Monacensia

Der bittere Weg. Annemarie Schwarzenbach, Ella Maillart, Nicolas Bouvier. Reisen nach Afghanistan 1939/40 und 1953/54

Eine Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus

28.03.2003 bis 14.05.2003
    Veranstaltungsort: Monacensia im Hildebrandhaus

    „Dieser Wunsch, die Sehnsucht nach dem Absoluten, ist ja wohl der eigentliche Antrieb jedes echten Reisenden. Vermutlich bin ich ein solcher unheilbarer Reisender.“
    Annemarie Schwarzenbach

    1939 unternahmen die beiden Schweizer Schriftstellerinnen und Fotojournalistinnen Annemarie Schwarzenbach und Ella Maillart mit einem Ford Cabriolet eine waghalsige Reise durch den Balkan, die Türkei und den Iran nach Afghanistan, wo sie als erste Frauen die sogenannte Nordroute via Herat befuhren. Ihre Beweggründe für die Fahrt waren ein Überdruss an der westlichen Zivilisation und der politischen Situation in Europa, das kurz vor dem Krieg stand. Und die Sehnsucht nach der Ferne und den Weiten Asiens, die beide Frauen durch frühere Reisen und Aufenthalte schon kannten.

    Vor allem in Afghanistan wollten sie ein noch ursprüngliches, freies und nomadisches Leben entdecken. Annemarie Schwarzenbach erhoffte sich von der Reise auch, den Sinn ihres eigenen, gefährdeten Lebens zu erfahren und eine Heilung von ihrer Drogensucht. Der Kriegsausbruch jedoch veranlasste sie Anfang 1940 in die Schweiz zurückzukehren, Ella Maillart reiste weiter nach Indien, wo sie ein meditatives Leben vorzog.
    Beide Frauen schrieben und fotografierten während dieser Reise. “Der bittere Weg“ („The cruel way“) nannte Ella Maillart ihren Reisebericht. Der Titel spielt zum einen auf die schlechte psychische und physische Verfassung Annemarie Schwarzenbachs an, zum andern auf die schwierige Beziehung der beiden verschiedenartigen Frauen und auf sowie auf die politisch unsicheren Zeitumstände.

    Ein Projekt des Migros-Kulturprozent, Zürich
    Veranstalter: Monacensia, Literaturarchiv und Bibliothek

    Mit finanzieller Unterstützung von Pro Helvetia und der Evangelischen Akademie Tutzing.

    Konzept: Roger Perret
    Beratung: Veronika Sellier, Leiterin Theater & Literatur
    Gestaltung, Realisation: Marcel Rohr, Zürich

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