Wer was versteht von Gemütlichkeit. Die Vortragskünstlerin Bally Prell.

Eine Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus

13.11.2002 bis 14.03.2003
    Veranstaltungsort: Monacensia im Hildebrandhaus

    Bally Prell - Münchner Vortragskünstlerin

    Sie ist eine Besonderheit, ein Original. Ihre Stimme ist kräftig und tief. Ihr Repertoire verblüfft. Sie singt Komödiantisches mit Kunststimme. Die Vorträge, die ihre Popularität begründen, zählen zur Tradition der Volkssänger-Unterhaltung, die Bandbreite ihres Könnens reicht jedoch weit darüber hinaus. Ihren Erfolg verdankt sie einem legendären Auftritt 1953 im Münchner Platzl. Als Schönheitskönigin von Schneizlreuth besticht sie fortan mit Witz und Verve. Aber sie singt auch Händel und Schubert, Bravourstücke aus italienischen Opern, Volkslieder, Schlager, romantische Kunstlieder, Songs von den Beatles und eigene Kompositionen.

    Cornelie Müller, Musik- und Theaterfrau in München, konzipierte die Ausstellung zu Leben und Wirken Bally Prells. Zum Einen bezieht sie sich auf das, was auch heute noch am stärksten auf Bally Prell verweist: auf ihre Stimme. Zum Anderen auf die Atmosphäre von familiärer, bürgerlicher Münchner Gemütlichkeit, die ihr Geborgenheit und Schutz bot, aber auch möglicherweise ihren Weg als selbstständige Künstlerin erschwert hat.

    Die Ausstellung präsentiert zahlreiche zum Großteil noch nie gezeigte Materialien aus dem Nachlass von Bally Prell, der erst kürzlich der Monacensia anvertraut worden ist, darunter Originalnoten ihrer eigenen Kompositionen, Fotoalben, Originalbilder und Gegenstände aus der Wohnung Bally Prells, Zeitdokumente aus dem München der 60er und 70er Jahre sowie Filmdokumente ihrer Auftritte. Zudem ist in der Ausstellung bisher unveröffentlichtes Tonbandmaterial von Bally Prell zu hören.

    Veranstalter: Monacensia. Literaturarchiv und Bibliothek in Zusammenarbeit mit dem Kuturreferat der LH München/ Volkskultur
    Verantwortlich: Dr. Elisabeth Tworek, Leiterin der Monacensia
    Ausstellungskonzept: Cornelie Müller
    Redaktion und Pressearbeit: Sylvia Schütz, Monacensia

    Diese Veranstaltung teilen