Geschichten zwischen den Sprachen
Man Spricht Deutsch x Ilham Bani Odeh
28.11.2026 , 14.00 - 17.00 Uhr
Eintritt frei
Welche Sprachen begleiten Familie und Alltag? In welcher Sprache entstehen Träume? Welche Wörter gehen verloren, welche bleiben?
Viele von uns bewegen sich zwischen verschiedenen Sprachen, Lebenswelten und Zugehörigkeiten. Einige haben gelernt, ihren Namen anders auszusprechen. Andere übersetzen bis heute zwischen Familie, Freund*innen, Schule oder Arbeit. Manche haben Wege gefunden, diese Rolle abzulegen. Es gibt Wörter, die fühlen sich nach Zuhause an, andere nach Anpassung. Und manche tragen die Erfahrung in sich, eine Sprache nie gelernt zu haben, obwohl sie Teil ihrer Geschichte ist.
In dieser kreativen Reflexions- und Schreibwerkstatt gehen wir mittels Reflective Biographical Writing auf Spurensuche. Ausgehend von Objekten, Erinnerungen und kreativen Impulsen erkunden wir unsere Sprach- und Familienbiografien und die Geschichten, die in ihnen verborgen liegen. Gemeinsam fragen wir: Welche Geschichten wurden über uns und unsere Familien erzählt? Welche fehlen? Welche möchten wir bewahren, neu erzählen oder uns zurückholen?
Es geht um die Wörter, die uns geprägt haben. Um Sprachverlust und Sprachliebe. Um die Sprachen, die gesprochen werden, und jene, die fehlen. Um Zugehörigkeit, Fremdzuschreibungen und die Frage, welche Sprache wir nutzen, um uns selbst und unsere Geschichte zu erzählen.
Schreiberfahrung ist nicht nötig. Am Ende entsteht ein persönlicher Text, Fragment oder Statement, das geteilt werden kann oder einfach für einen selbst bleibt.
Ilham Bani Odeh(sie/ihr) schreibt Kurzprosa und entwickelt Reflexions- und Dialogformate zu Erinnerung, Zugehörigkeit und gesellschaftlichem Zusammenleben. Als Politikwissenschaftlerin und systemische Beraterin (i.A.) beschäftigt sie sich mit Fragen von Sprache, Familiengeschichten, Mehrfachzugehörigkeiten und diasporischen Perspektiven. In ihren Workshops schafft sie Räume, in denen persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Verhältnisse und kreative Ausdrucksformen miteinander in Dialog treten. Ihre Essays und Kurzgeschichten erscheinen unter anderem im Magazin Aphorisma.
Informationen zur Anmeldung
Anmeldung persönlich vor Ort, telefonisch unter 089 233 72 87 00 oder per E-Mail an stb.riem.kult(at)muenchen.de
