Man Spricht Deutsch
Ein autobiografisches Kunstprojekt über Sprache, Zugehörigkeit und Ausgrenzung
03.11.2026 – 29.11.2026
Eintritt frei
Das autobiografische Kunstprojekt „Man spricht Deutsch“ von Sandra Singh und Francesco Giordano setzt sich mit systemischem Linguizismus (der Abwertung von Minderheitensprachen) und Alltagsrassismus seit den 2000er-Jahren auseinander.
Über Jahrzehnte hinweg wurden Menschen mit Migrationsgeschichte von Politik und Institutionen dazu aufgefordert oder gedrängt, auch zu Hause Deutsch zu sprechen. Die Künstler*innen thematisieren dabei, dass solche Erwartungen insbesondere Minderheitensprachen wie Türkisch, Arabisch oder Bosnisch betrafen, während Fremdsprachen wie Englisch oder Französisch anders und besser bewertet wurden.
Die Künstler*innen setzen sich unter anderem mit sprachpolitischen Positionen und Äußerungen auseinander und fragen danach, wie Sprache, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Ausgrenzung miteinander verbunden sind.
Das Projekt thematisiert die persönlichen und gesellschaftlichen Folgen, die sprachliche Anpassungszwänge für Menschen und Familien haben können, etwa den Verlust von Sprache und kultureller Verbundenheit.
An der Schnittstelle von Sprache, Identität und Zugehörigkeit lädt „Man spricht Deutsch“ dazu ein, über Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit, Ausgrenzung und gesellschaftlichen Erwartungen nachzudenken.
Die Vernissage findet am 03. November um 17.00 Uhr statt.
Informationen zur Anmeldung
Ohne Anmeldung
