
#SchreibResi

Schreib-Residency 2026: Karnik Gregorian
Karnik Gregorian stellt in seinem Programm Personen ins Zentrum, die im deutschen Erinnerungsdiskurs bis heute kaum gehört werden: die Lebensgeschichten von Frauen der ersten und zweiten Generation der sogenannten „Gastarbeiter*innen“. Ausgangspunkt ist seine eigene Familienbiografie – die Migration seiner Eltern nach Deutschland, der frühe Tod seiner Mutter und das Schweigen über Krankheit, Belastungen und familiäre Erfahrungen. Diese persönliche Geschichte öffnet den Blick auf strukturelle Fragen: die Tabuisierung von Erkrankungen, den Umgang mit psychischer Gesundheit und das Fehlen öffentlicher Erzählungen über weibliche Migrationserfahrungen. Gregorian nähert sich diesem Themenfeld durch Gespräche, Interviews und bewusstes Zuhören – und schafft damit einen Raum für Stimmen und Lebensrealitäten, die über Generationen hinweg im Verborgenen geblieben sind.
Karnik Gregorian ist Journalist, Autor, Dokumentarfilm- und Theaterregisseur. Er schrieb u. a. für das SZ Magazin und die Frankfurter Rundschau und realisierte Dokumentarfilme für ZDF/3sat, BR und WDR. Als Theaterregisseur arbeitet er u. a. an den Münchner Kammerspielen, der Schauburg und am Maxim Gorki Theater.
Die Schreib-Residency 2026 wird gefördert durch die Richard Stury Stiftung.
Eine Stadt wie München braucht Orte, für die Ideen wichtig sind und nicht Geld. Autor*innen brauchen diese Orte, wir alle brauchen sie.
Anke Buettner, Leiterin der Monacensia
Über die Schreib-Residency
Das Hildebrandhaus – einst Bildhauervilla, heute Künstler*innenvilla – steht für die Idee der Werkstatt: ein Ort des Arbeitens, des Denkens und des gemeinsamen Tuns. Während der Schreib-Residency wird es zum Schreibort und sozialen Raum.
Die Residency orientiert sich an den individuellen Arbeitsweisen und Bedürfnissen ihrer Resident*innen. Entwickelt wurde das Format während der Corona-Pandemie – als Reaktion auf beengte Wohnverhältnisse und fehlende Rückzugsorte in der Stadt. Seither wird das Programm im Austausch mit den Autorinnen kontinuierlich weiterentwickelt.
Die Schreibresidency wurde bis 2025 durch die C.H. Beck Kulturstiftung ermöglicht.
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Vergangene Residencies

Schreib-Residency 2025: Elvira Steppacher
Elvira Steppacher beschäftigt sich in ihren literarischen Arbeiten mit Übergängen – zwischen Leben und Tod, Natur und Technik, Mensch und Tier. Sie fragt nach den Grenzen des Wahrnehmbaren, nach den ästhetischen Ordnungen von Sprache und ihrer Durchlässigkeit. Die Schreib-Residency verstand Steppacher als offenen Denkraum, in dem sie gemeinsam mit Schreibenden und Publikum über Literatur als Erkenntnisform ins Gespräch kam. In ihrem Programm stand die Frage im Zentrum, wie Literatur ästhetische Ordnungen entwirft, durchbricht und neu deutet.

Schreib-Residency 2024: Annegret Liepold
Annegret Liepold beschäftigt sich in ihren Romanprojekten intensiv damit, wie Geschichten und Narrative von Familien und Gemeinschaften über Generationen weitergegeben werden. Welches Wissen steckt – unentdeckt – in uns? Wie nähern wir uns Tabus? Wer darf Geschichte erzählen? Fragen wie diese standen 2024 im Zentrum des Programms der Monacensia-SchreibResi, die Annegret Liepold von Juni bis Oktober gestaltete. Dazu gehörten Veranstaltungen zu verschiedenen Schreib-, und Erzählformen wie auch Gelegenheiten zum Experimentieren.

Schreib-Residency 2023: turtle magazin(e)
Mit dem turtle magazin(e) kam 2023 ein Kollektiv an Autor*innen und Künstler*innen in die Monacensia: Von März bis Juli gestaltete das Redaktionsteam des turtle magazin(e) in der Künstler*innenvilla ihre fünfte Ausgabe – und ein Lesungs- und Veranstaltungsprogramm. Das turtle magazin(e) ist ein junges Print- und Online-Magazin für textuelle und visuelle Kunst. Kollektives Arbeiten stand im Zentrum der Residency, im Rahmen der das turtle magazin(e) alle Interessierten dazu einlud, gemeinsam zu arbeiten und zu diskutieren. Außerdem ließ das Team die Öffentlichkeit am Entstehungsprozess ihrer Zeitschrift teilhaben: Es bestand die Möglichkeit an offenen Redaktionssitzungen teilzunehmen und das neue Thema der Ausgabe zu diskutieren. Im Juli 2023 feierten turtle magazin(e) und Monacensua gemeinsam bei einem Sommerfest das Release der fünften Ausgabe!
Gefördert durch die C.H. Beck Kulturstiftung und das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Schreib-Residency 2022: Dana von Suffrin
Mit der Schriftstellerin Dana von Suffrin startete die Monacensia 2022 in einen experimentellen Sommer. Von Mai bis September war das Hildebrandhaus für sie Residency, Schreibort und sozialer Raum. Dana von Suffrin hielt jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat Sprechstunden in der Künstler*innenvilla. Informell und zwanglos lud sie Gäste aus dem Kreis der Münchner Autor*innen zum Plaudern auf dem „Bankerl“ in den schönen Garten ein. Zuhören und Mitreden war ausdrücklich erwünscht – auch im Netz, wir begleiteten die #SchreibResi über die Social-Media-Kanäle der Monacensia! Zudem kuratierte Dana von Suffrin ein ganz persönlichen Lesungsprogramm.
Die #SchreibResi wurde ermöglicht durch die C.H. Beck Stiftung. Mitveranstalter des Veranstaltungsprogramms zur ersten #SchreibResi war das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.
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