Auf den Spuren der Familie Diek
Ausstellung
23.10.2026 – 29.11.2026
Eintritt frei
Veranstaltungsort: 2. Obergeschoss
Ausstellung in Kooperation mit dem Medienkollektiv Afrodiaspora Archiv MAAT:
"Deutschland wird Ende des 19. Jahrhunderts zur Kolonialmacht und eignet sich gewaltsam Territorien außerhalb Europas an. In der Folge setzt unter anderem eine Migrationsbewegung aus den afrikanischen Kolonialgebieten nach Deutschland ein. Es entsteht eine erste größere Schwarze Gemeinschaft, die mit massiver Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontiert ist. Infolge der nationalsozialistischen Rassen- und Verfolgungspolitik werden viele Schwarze Menschen bis 1945 zwangssterilisiert oder in Konzentrationslagern und Kliniken ermordet. Die wenigen Überlebenden werden nach dem Krieg erneut zu Fremden erklärt, benachteiligt, ausgegrenzt und stigmatisiert. Erst in den 1980er Jahren beginnt die Dokumentation ihrer Geschichte durch Forschung der neu entstandenen Schwarzen Frauenbewegung. Teil der historischen Forschungsarbeit sind die Lebensstationen der Familie Diek, die 1891 von Kamerun nach Deutschland führen. Die Ausstellung zeichnet die Wege der Familie weiter nach und macht deutlich, dass Geschichte vielstimmig geschrieben werden muss."
Quelle: Marie Becker, Hanna Feesche, Philipp Holt / Museen Tempelhof-Schöneberg, Berlin.
„Sensing Sites – Dekoloniale Gedächtnissuche“ erkundet würdiges Gedenken im Stadtraum. Das Projekt richtet den Blick auf bis heute wirksame deutsche Kolonialgeschichte und auf Formen widerständigen Erinnerns. Informationen zur stadtweiten, von Sarah Bergh und Modupe Laja kuratierten Programmreihe vom 23. Oktober bis 29. November finden Sie hier.
Informationen zur Anmeldung
Ohne Anmeldung
