Ausstellung: Eine Wand an der drei große Portraitfotos von drei alten Frauen hängen. Dazwischen unlesbare Texttafeln

Gerty Spies – Wie ich es überlebte

Instagram-Live-Führung

19.10.2026 , 13.00 – 13.30 Uhr

Eintritt frei
Veranstaltungsort: Instagram-Account der Monacensia: @monacensia_muc

Gerty Spies wurde 1897 in Trier geboren und wuchs in einer liberalen jüdischen Familie auf. 1927 zog sie mit ihrer Tochter Ruth nach München und begann erste Gedichte zu schreiben. Im Juli 1942 wurde sie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie in Zwangsarbeit Glimmerschiefer spalten musste – ein metamorphes Gestein, das in der Rüstungsindustrie als Isolierstoff eingesetzt wurde.

Im Schreiben von Gedichten fand sie einen Weg aus körperlicher Qual, Todesangst und ein Mittel, das Grauen zu überleben. Heimlich verfasste sie Hunderte von Gedichten, notiert auf dem Packpapier, das zum Verschicken des Glimmers diente. Nach der Befreiung kehrte sie nach München zurück und hielt das Erlebte schriftlich fest. Ihr Buch „Theresienstadt. Gedichte“ zählt zu den frühesten Zeitzeugentexten aus diesem Lager.

Kuratorin Sylvia Schütz stellt Gerty Spies in der Ausstellung „Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv“.

ACHTUNG: Es handelt sich um eine digitale Führung. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht vorgesehen.

Mehr Informationen und alle Termine zu den Insta-Live-Führungen im MON-Mag. 

Informationen zur Anmeldung

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