Welt an der Würm. Fremde Heimat
Ein Dokumentarfilm von Friedrich Klütsch
08.10.2026 , 19.30 Uhr
Eintritt frei
Veranstaltungsort: Lesesaal
Kleiner Fluss, große Fragen. Eine Entdeckungsreise zu Orten und Ereignissen an der Würm, die auch für Alteingesessene neu oder bislang verborgen geblieben sind. Der Film begibt sich auf die filmische Suche vor allem nach dem Unbekannten. Dadurch entstehen Fragen: Was gehört hierher? Was ist fremd, was ist heimisch? Sollte etwa auch die Heimat an der Würm kein geschützter, stabiler Hort von Vertrautem sein, ist auch sie eingebunden in wechselhafte Weltläufte und steten Wandel? Und wenn ja, was bedeutet das für ihre Bewohner – Verlust, Veränderung, Bereicherung?
Außergewöhnliche Menschen mit Wohnsitz oder Arbeitsplatz an der Würm helfen dabei, die Fragen zu beantworten: etwa der Reisefotograf Michael Martin, die Vogelkundlerin Dr. Auguste Prinzessin von Bayern, Metropolit Mark, das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche im Ausland oder die Macher der Vorabendserie 'Dahoam is Dahoam', deren Studios in Dachau an der Würm liegen - um nur einige zu nennen. Das letzte Wort hat Würmanrainer Karl Valentin, der bereits vor hundert Jahren über das Fremdsein nachdachte.
Der an der Würm in Obermenzing wohnende und weltweit tätige Filmemacher Friedrich Klütsch zeigt mit beeindruckenden Naturaufnahmen, welche Auswirkungen Globalisierung, Weltpolitik und Klimawandel auf das Leben entlang des nur knapp 40 Kilometer langen Flüsschens haben und reflektiert "Heimat ist kein Ort, sondern ein Prozess".
DE 2026, 60 Min., FSK ab 6 Jahren
Regie, Drehbuch und Kamera: Friedrich Klütsch
