Steffen Martus: mittelalter Mann mit Glatze. Schaut sehr freundlich. Kathrin Röggla: Frau im mittleren Alter, lange, braune Haare. Könnte auch Modell sein statt Autorin.
Foto Martus: Annette Koroll; Foto Röggla: Jessica Schäfer

Zukünfte der Kunst: Zwischen Industrie und Imagination

Poetik Salon mit Kathrin Röggla und Steffen Martus

26.11.2026 , 19.00 – 21.00 Uhr

Eintritt frei
Veranstaltungsort: Forum Atelier

»Hoffnung ist Arbeit« (Ernst Bloch)

Die Bedingungen für Kunst und Kultur verändern sich rasant: Konsum- und profitorientierte Logiken prägen zunehmend den Kulturbetrieb und beeinflussen unsere Erwartungen und Wahrnehmung. Mit KI-Systemen wie ChatGPT hat sich dieser Wandel weiter beschleunigt – Texte und Bilder entstehen automatisiert, scheinbar mühelos und in großer Menge. Was lange als Vision der Kulturindustrie galt, ist Realität geworden.

In ihrem Poetik Salon diskutieren Dagmar Leupold und Norbert Niemann mit Steffen Martus und Kathrin Röggla über künstlerischen Widerstand unter diesen Bedingungen.

Welche Formen von Kunst sind jenseits von Verwertung und Instrumentalisierung möglich? Und wie kann ein Kulturraum entstehen, der trotz Krisen und digitaler Dynamiken gemeinsame Wirklichkeit erfahrbar macht?

Die Veranstaltung ist als offene Diskussion angelegt, an der sich alle Gäste beteiligen können. Diskutieren Sie bei Wein & Snacks in gemütlicher Atmosphäre.


Steffen Martus

Steffen Martus, geboren 1968, Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er schreibt regelmäßig für Feuilletons großer Tageszeitungen. 2015 wurde Steffen Martus für sein wissenschaftliches Werk mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Seine Biographie der Brüder Grimm war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert, sein Epochenporträt der Aufklärung hob die »Zeit« als »ein faszinierendes Panorama« hervor, »modern und dynamisch, ein Jahrhundert erscheint in Bewegung und Konflikt«. Martus‘ jüngstes Buch »Erzählte Welt« erschließt die deutsche Geschichte seit 1989 aus literarischer Perspektive – »ein gewichtiges, unheimlich anregendes Buch«, meinte die Süddeutsche Zeitung. Die FAZ erklärte es zum »zurzeit wichtigsten Buch zur deutschen Gegenwartsliteratur«.

 

Kathrin Röggla

Kathrin Röggla (*1971 in Salzburg) lebt als Schriftstellerin in Köln und arbeitet als Prosa- und Theaterautorin und unterrichtet Literarisches Schreiben an der KHM in Köln. Zuletzt erschienen ihr Essayband »Nichts sagen. Nichts hören. Nichts sehen.« (S.Fischer, 2025) und ihr Roman »Laufendes Verfahren« (S.Fischer, 2023) und ihr Theaterstück »Kein Plan (Kafkas Handy)«. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie zahlreiche Preise, zuletzt den Else-Lasker-Schüler-Preis, den Wortmeldungen-Preis und den Heinrich-Böll-Preis. Sie ist u.a. Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, der Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung, sowie der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, und leitet zusammen mit Leopold von Verschuer eine »Änderungsschreiberei« (aenderungsschreiberei.com) in der Kölner Weidengasse. www.kathrin-roeggla.de

Informationen zur Anmeldung

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