Polizeieinsatz in der Möhlstraße 1949, Münchner Stadtarchiv, Foto Alex Hochhäuser
Stadtarchiv München, (c) Alex Hochhäuser

Die Polizeieinsätze in der Möhlstraße 1949

Spaziergang mit Historikerin Lilly Maier und Kriminalhauptkommissar Fabian Frese

10.08.2025 , 11.00 Uhr

Eintritt frei
Veranstaltungsort: Treffpunkt: Friedensengel

Am 10. August 1949 demonstrieren jüdische Schoah-Überlebende in der Möhlstraße gegen wiederholte antisemitische Hetze in Leserbriefen der „Süddeutschen Zeitung“. Im Zuge der Demonstration kommt es zu einer Straßenschlacht zwischen der Münchner Polizei und den Demonstrierenden. Anlässlich dieses Jahrestages begeben wir uns am auf 10. August mit der Historikerin Lilly Maier und Hauptkommissar Fabian Frese auf Spurensuche in Bogenhausen.

Das Gebiet rund um die Möhlstraße in Bogenhausen entwickelte sich nach Kriegsende zu einem Zentrum jüdischen Lebens in Bayern und in Deutschland – die ehemalige „Hauptstadt der Bewegung“ wurde zum Zentrum der Sche´erit ha-Pleta („Rest der Geretteten“). Neben Hilfsorganisationen siedelten sich humanitäre und kulturelle Einrichtungen in und um die Möhlstraße an: Es entstand eine jüdische Apotheke und ein jüdisches Krankenhaus, später dann auch eine Synagoge und eine jüdische Schule. Stadtbekannt wurde die Möhlstraße aber vor allem wegen des sog. Schwarzmarkts, der wöchentlich Tausende von Münchner*innen anzog – und bald in den Fokus der Polizei geriet. Wie blickt die Polizei heute auf die Einsätze der Nachkriegszeit?


Im Mai 1945 wurden mit Ende des Zweiten Weltkrieges in Politik und Gesellschaft neue Weichen gestellt, die bis heute unser Zusammenleben beeinflussen. Das Programm „1945-2025 Stunde Null? Wie wir wurden, was wir sind.“ des Kulturreferats München möchte mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm daran erinnern.

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