Klaus Mann, Münchner Stadtbibliothek / Monacensia

Mon Oncle. Klaus und Heinrich Mann

Eine Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus

09.12.2016 bis 13.01.2018
    Eintritt frei | Veranstaltungsort: Monacensia im Hildebrandhaus

    Die Ausstellung präsentiert ein besonderes Kapitel aus der Geschichte einer ganz besonderen deutschen Familie: die Beziehung zwischen Heinrich Mann und seinem ältesten Neffen Klaus.

    Gezeigt werden die Lebensgeschichten zweier Schriftsteller: Heinrich Mann (1871–1950), Autor der Romane „Professor Unrat“ und „Der Untertan“, der in den Jahren der Weimarer Republik zu einem der angesehensten Künstler in Deutschland wurde; und Klaus Mann (1906–1949), der seinen Weg als literarisches Enfant terrible in den zwanziger Jahren begann. Im Frühjahr 1933, nach dem Machtantritt der Nazis, mussten beide ins Exil gehen. In den folgenden Jahren wurde die geistige Verbindung zwischen ihnen immer enger, der Onkel wurde für den Neffen zunehmend zur Vaterfigur. Klaus Manns Roman „Mephisto“ ist ohne Heinrich Manns „Der Untertan“ nicht zu denken.

    Beide gehörten zu den wichtigsten Repräsentanten der Hitler- Gegner, zunächst im europäischen Exil, später in den USA. Eine dauerhafte Rückkehr nach Europa in den Jahren nach 1945 gelang jedoch weder Klaus noch Heinrich Mann. Das Exil war lebenslänglich. „You can‘t go home again“ lautete Klaus Manns bitteres Resümee nach einer Reise durch Deutschland. 1949 nahm er sich in Cannes das Leben. Sein alter Onkel starb 1950 vereinsamt in Los Angeles.

    Dokumentiert werden die Lebenswege von Klaus und Heinrich Mann, die innerhalb der Familie stets für das Unbürgerliche, das Bohèmeleben standen. Sie thematisiert auch die spannungsreiche, komplizierte Beziehung beider zu Thomas Mann, dem Bruder beziehungsweise dem Vater. Und sie spiegelt mit der Familiengeschichte der Manns zugleich ein zentrales Kapitel deutscher Kultur- und Zeitgeschichte.

    Die Ausstellung wird begleitet von einem vielfältigen Rahmenprogramm mit Lesungen und Gesprächen, einem Lichtbildvortrag auf den Spuren der Manns und einem Abend zu Klaus Manns Kinoleidenschaft.

    Verantwortlich und Projektleitung: Dr. Elisabeth Tworek, Leiterin der Monacensia
    Kurator: Dr. Uwe Naumann, Literaturwissenschaftler
    Gestaltung: Katharina Kuhlmann, Durchschrift
    Redaktion: Sylvia Schütz, Monacensia
    Archivberatung: Verena Wittmann, Monacensia
    Medien- und Ausstellungstechnik: Alfred Küng
    Filmdramaturgie, Recherche und Rechte: Dr. Robert Galitz
    Filmmontage: Jana Schatz
    Mitarbeit, Recherche, Rechte: Laura Mokrohs
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Sylvia Schütz, Monacensia
    Medienpartner: Bayerischer Rundfunk, Hörbild und Feature / Land und Leute

    Diese Veranstaltung teilen