POETIKSALON

Ein offenes Gespräch über Literatur

21.11.2023
19.00 Uhr
Slata Roschal blickt in die Kamera vor einer Treppe. Sie hat rote Haare und trägt einen schwarzen Schal und einen schwarzen Mantel.
Foto: Ammy Berent
  • wichtig!
Eintritt frei

Wie frei, wie autonom ist die Kunst (noch)? Kann sie in offenen, permissiven Gesellschaften wie die der westlichen Demokratien noch als Wahrnehmungskorrektiv und Erkenntnismedium wirksam werden? Oder ist sie in erster Linie zu einem Teil der Dienstleitungsindustrie geworden?

Die Gastgeber*innen Dagmar Leupold und Norbert Niemann sprechen mit der Münchner Lyrikerin und Romanautorin Slata Roschal – und laden Sie herzlich ein, der Diskussion zu folgen oder sich aktiv einzubringen.

Im Zentrum des Salongesprächs steht die Frage nach dem Verhältnis von gesellschaftlicher Wirklichkeit und ihrer ästhetischen Spiegelung in den Künsten.

Ästhetische Umsetzung und Formgebung sind allerdings selten allein eine Frage künstlerisch frei getroffener Entscheidungen; sie sind immer schon korrosiven Fliehkräften und instrumentellen Zugriffen ausgesetzt. Für die Gegenwart werden diese Kräfte vor allem unter den Stichworten Markt und kultureller Wandel zu diskutieren sein.

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Dagmar Leupold, , geboren 1955 in Niederlahnstein, Rheinland-Pfalz, studierte Germanistik, Philosophie und Klassische Philologie in Marburg, Tübingen und New York, lebt als Autorin und Übersetzerin in München. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays. Für die Romane "Unter der Hand" (2013), "Die Witwen" (2016) und "Dagegen die Elefanten!" (2022) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2023 wurde sie mit dem Literaturpreis der Stadt München ausgezeichnet.

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Norbert Niemann ist 1961 in Landau an der Isar geboren und lebt heute in München. Für einen Auszug aus seinem Debütroman „Wie man’s nimmt“ erhielt er 1997 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Seither lebt er als freier Schriftsteller, daneben unterrichtet er Gitarre und arbeitet als Dozent für literarisches Schreiben, zuletzt an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, der Universität St. Gallen und als Gastprofessor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2014 erschien der Roman „Die Einzigen“, für den 2015 mit dem Carl-Amery-Preis und 2017 mit dem New-York-Stipendium des Deutschen Literaturfonds ausgezeichnet wurde. 2017 erschien das Essaybuch „Erschütterungen. Literatur und Globalisierung unter dem Diktat von Markt und Macht“.

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Slata Roschal (LINK: www.slataroschal.de), *1992 in Sankt Petersburg. Aufgewachsen in Schwerin, Studium in Greifswald, Promotion in München über Männlichkeiten und Dostoevskij. Zahlreiche Stipendien und Preise, zuletzt Kunstförderpreis des Freistaates Bayern und Schubart-Literaturförderpreis der Stadt Aalen. Lyrikbände Wir verzichten auf das gelobte Land (Reinecke & Voß 2019) und Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus (hochroth 2021), Roman 153 Formen des Nichtseins (homunculus 2022), im Frühjahr 2024 erscheint ein Roman bei Ullstein.

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Diese Veranstaltung ist Teil der Münchner Schiene, die im Rahmen des Literaturfest München 2023 stattfindet.

Informationen zur Anmeldung

ohne Anmeldung

Kooperationspartner

Dagmar Leupold & Norbert Niemann; Literaturfest München

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