Tag der Archive 2024

Die Lücken im literarischen Gedächtnis der Stadt

02.03.2024
10.00 - 17.00 Uhr
Ausschnitt eines Gemäldes. Rechts gemalte Person bis zur Taille mit kurzen gelben punkigen Haare. Augen, Mund und Nase sind schwarze Pinselstriche. Die Person trägt ein schwarzes Sakko mit gelben hochstehendem Kragen und gelben Einstecktuch, darunter ein weißes Hemd. Außerdem einen dunkelrosa Schal mit schwarzen Tupfen und eine zweireihige schwarze Perlenkette. Links von der Person steht "Miss Dior" in Schnörkelschrift, darunter ein schwarzer dicker Pinselstrich als wäre etwas durchgestrichen. Das Gemälde ist von Rabe Perplexum und ist vermutlich ein ironisches Selbstportrait.
  • wichtig!
Eintritt frei

Als literarisches Gedächtnis der Stadt München sammelt, bewahrt und vermittelt die Monacensia literarische Vor- und Nachlässe von Schriftsteller*innen, Literaturverlagen und Netzwerken, die in enger Verbindung mit München stehen, wie z.B. Klaus und Erika Mann, Oskar Maria Graf, Frank Wedekind und Waldemar Bonsels.

Zum Tag der Archive 2024 stellt sich die Monacensia die Fragen: Warum wird immer an die gleichen Namen erinnert? Welche Lücken hat das literarische Gedächtnis der Stadt? Warum hat das Schaffen von Frauen im kulturellen Gedächtnis so wenig Raum? Warum befinden sich in den Archivbeständen der Monacensia kaum Stimmen von Schriftsteller*innen oder Verleger*innen mit Migrationserfahrung, obwohl München seit jeher Einwanderungsstadt ist? Welche Spuren jüdischen Kulturlebens auch nach 1945 finden sich in unseren Archiven?

Eine Reihe von Kurzvorträgen von Expert*innen führt in diese Fragestellungen ein. In Führungen zu ausgewählten Dokumenten aus dem Archiv können Besucher*innen in die Themen eintauchen.


Werkstattgespräche immer zur vollen Stunde:

10.00 | 15.00 Uhr: Das Archiv Salamander – Herausforderung und Chance – Dr. Patrick Geiger, Monacensia

11.00 Uhr: Rabe Perplexum und Multimedia im Archiv – Dr. Rebecca Faber, Monacensia

12.00 Uhr: „Das Zugrundegehen ist halt eine verflucht langsame Sache“. Altersarmut bei Künstlerinnen der Schwabinger Boheme – Elena Zendler, LMU München

13.00 Uhr: Kulturgut retten, Wissen bewahren – Matthäus Feigk, Monacensia

14.00 Uhr: #FemaleHeritage – Anke Buettner, Monacensia und Olivia Ebert, Münchner Kammerspiele

16.00 Uhr: 100 Jahre Literaturarchiv. Erste Forschungsergebnisse zur Geschichte der Monacensia – Thomas Schütte, Monacensia

 

Archivalienführungen immer zur halben Stunde: 10.30 Uhr | 11.30 Uhr | 12.30 Uhr | 13.30 Uhr | 14.30 Uhr | 15.30 Uhr | 16.30 Uhr

Informationen zur Anmeldung

ohne Anmeldung

Kooperationspartner

München besitzt eine reiche und vielfältige Archivlandschaft. 26 Archive geben am Samstag, den 2. März 2024 unter dem Motto „HI Story!“ Einblick in ihre spannenden Bestände.

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