Ausstellungen in der Monacensia

Begegnungen und Impulse

Die Monacensia präsentiert mit Dauerausstellungen und sorgfältig kuratierten Sonderausstellungen ihre wertvollen Bestände der Öffentlichkeit und machen neugierig auf das literarische Leben Münchens.

Wir brauchen erneut jene Wunderkammern, die das enthalten, was wir Poeten als Ahnungsvermögen bezeichnen. Also Kunst, Wissenschaft und nach vorwärts gerichtete Erzählungen. Alexander Kluge

Die Ausstellungen der Monacensia ermöglichen eine unmittelbare Begegnung mit Literatur, mit Autorinnen und Autoren sowie deren Lebensgeschichten und Werk. Ihr erzählerischer Charakter erlaubt Querbezüge und Verbindungslinien zu Biografie und Zeitgeschichte, zum künstlerischen Schaffen damals und zur Rezeption heute.

Die Dokumente der literarischen Vergangenheit werden unter aktuellen Fragestellungen erschlossen. Sie werden wissenschaftlich ausgewertet, auf ihre Relevanz für die Gegenwart befragt und neu kontextualisiert. Die Ausstellungen sind eingebettet in eine nachhaltige Pflege des kulturellen Erbes. Damit setzt die Monacensia Impulse für die weitere Forschung.

Dauerausstellungen

Aktuell

Erika Mann. Kabarettistin - Kriegsreporterin - Politische Rednerin (11.10.2019 - 30.06.2020)

Mit einer erstmaligen Einzelausstellung widmet sich die Monacensia im Hildebrandhaus dem Leben und Werk von Erika Mann (1905-1969), der ältesten Tochter von Katia und Thomas Mann. Im Mittelpunkt steht Erika Manns konsequentes Eintreten für Freiheit und Demokratie.

Sie gehörte der „tänzerischen Generation“ der Zwanziger Jahre an, verkörperte die neue Frau, schrieb launige Feuilletons für die Zeitung, liebte Theaterskandale, durchquerte ganz Europa mit dem Auto und genoß das Leben als Tochter aus berühmtem Hause in vollen Zügen. Der heraufziehende Nationalsozialismus öffnete ihr politisch die Augen. Fortan sah Erika Mann ihre selbst gestellte Aufgabe in der politischen Aufklärung und fürchtete keine Konflikte.

Mit ihrem Kabarett „Die Pfeffermühle“ feierte sie im Januar 1933 in München große Erfolge. Weit über München hinaus verbreitete sich der Ruhm des Ensembles, das im März 1933 ins Exil gezwungen wurde und im Oktober in Zürich wieder eröffnete. Der kabarettistische Kampf gegen Hitler konnte in vielen deutschsprachigen Ländern trotz Saalschlachten, Auftrittsverboten und Überwachung durch die Behörden bis 1936 fortgesetzt werden.

Dann zwang die politische Weltlage zur Emigration in die USA. Als politische Rednerin, Buchautorin und Kriegskorrespondentin startete Erika Mann hier eine zweite Karriere.

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Impressionen

Erika Mann im Blog

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„Eingefuchst auf Antifaschismus“: Meine Tante Erika

Frido Mann, Schirmherr der Ausstellung „Erika Mann. Kabarettistin – Kriegsreporterin – Politische Rednerin“, spricht mit Anke Buettner, Leiterin der Monacensia, über seine Erinnerungen an Erika Mann. Dabei entstand ein ganz persönliches Porträt.

Ausstellungsarchiv

Monacensia im Hildebrandhaus


Die traditionsreiche Einrichtung der Münchner Stadtbibliothek ist seit 1977 in der ehemaligen Künstlervilla des Bildhauers Adolf von Hildebrand (1847–1921) beheimatet.

Das literarische Gedächtnis der Stadt

Unter einem Dach vereint die Monacensia im Hildebrandhaus das Literaturarchiv der Stadt München sowie eine der wichtigsten Forschungsbibliotheken für alle, die sich für die Geschichte und das kulturelle Leben der Stadt München interessieren. Als literarisches Gedächtnis der Stadt pflegt die Monacensia den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

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